Bitte nennen Sie die Quelle der “Streitberg-Methodik” bzw. den “Streitberg-Prozess”.
Halten Sie sich so genau wie möglich an die im Buch “Winner-Teams, Gabler ‘91,beschriebene Methodik. Wenn Sie auf Experimentieren verzichten, wird es funktionieren.
Falls Sie nur einzelne Workshops einsetzen wollen, seien Sie sich bewusst, dass deren Nachhaltigkeit im Kontext des gesamten Streitberg-Prozesses besser ist.
Falls Sie nur eine Kurzform des Streitberg-Prozesses durchführen wollen, wählen Sie am Besten die Phase 1: Schnitzeljagd, Anerkennung und Biografie.
Bleiben Sie als Coach, wann immer möglich, im Hintergrund. Lassen Sie die Gruppe agieren und eigene Erfahrungen sammeln. Die Streitberg-Methodik ist darauf ausgelegt.
Bewerten Sie die Gruppenarbeit und deren Ergebnisse nicht, zumindest nicht negativ.
Bauen Sie niemals Druck auf. Auch keinen Zeitdruck. Die Erfahrung der “Findungsphase” darf durch den Coach nicht abgekürzt werden. Das regelt die Gruppe mit der Zeit selbst.
Seien Sie stets ein positiver Reflektor und immer ansprechbar. Wenn Ihnen absolut nicht danach ist, sagen Sie es.
Lassen Sie sich auf die Menschen in Ihren Gruppen wirklich ein. Sie brauchen die Distanz des Therapeuten nicht. Sie sind Coach.
Und zeigen Sie Ihre Emotionen, aber kokettieren Sie nicht damit. Seien Sie so gut wie möglich einfach sich selbst.
Nehmen Sie die Individuen Ihrer Gruppen so wie sie sind. Versuchen Sie nicht, diese zu ändern oder zu erziehen.
Stellen Sie sich nicht über die Gruppe, aber auch nicht darunter, weder innerlich noch äußerlich
Überlegen Sie vor jeder Intervention Ihrerseits: ist diese notwendig, ist sie wahrhaftig und können Sie das mit Verständnis und Respekt tun.
Und verletzten Sie jede dieser Regeln mindestens 1x, das verhindert die Bildung eines Heiligenscheins und holt Sie von dem Sockel runter, auf den die Gruppen Sie anfangs sicherlich stellt.